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Kolam- Fußbodendekor (Fotos)
Rangavalli- Sandmalerei

Von Kindheit an lernen die indischen Mädchen die traditionelle Kunst des Kolam- oder Rangavallimalens von ihren Müttern oder Omas. Im Tribalgebieten ist die Fähigkeit schöne symetrische Kolamdekorationen zu malen, ein Kriterium bei ihrer Auswahl als Braut. Es wird grosser Wert darauf gelegt, daß die Mädchen in 64 Künsten unterrichtet werden, um perfekte Frauen zu werden. Zeremonien oder Einweihungen, Festlichkeiten oder das tägliche Reinigen des Eingangsbereiches von Tempel und Wohnhäusen, werden immer durch diese Kunst verschönert und bereichert. Beim Malen ist für ein gutes Gelingen, Geschick und höchste Konzentration erforderlich. Ein verwischtes Kolam erntet Missbilligung.

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Mit den Fingern wird der farbige Sand oder Reispulver zu einem Willkommensteppich für die Göttin gestreut. Da in Indien die Götter reisen, wird der Weg, den sie entlang kommen, jeden Morgen erst mit Wasser besprenkelt, dann mit Blumen und Kolam frisch dekoriert.



In Südindien sind die Frauen so geübt und geschickt, daß sie oft kein Raster benötigen. Diese Kolam werden in wenigen Minuten "Freihand" gemalt.



Ideal ist nur eine ununterbrochene Linie. Im Norden Indiens werden auch Flächen gefärbt und werden "rangavalli" oder "rangoli" genannt. (ranga=Farbe)

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Zuerst wird der Boden mit frischem Kuhdung gereinigt und geebnet. Nach dem Trocknen wird ein feines geometrisches Raster..



..aus Punkten aufgetragen. In dieses Raster wird dann das eigentliche Bild oder Linien zu einem Muster gemalt


Darstellung der heiligen Pflanze Tulsi

Im Laufe des Tages wird die Malerei durch Wind oder Darüberlaufen wieder zerstört. So bleibt es eine ewige Aufgabe für die jungen Mädchen und Frauen, sie jeden Tag mit endlosen Mustern zu erneuern

 Zu großen Festlichkeiten wird sich besondere Mühe gegeben. Manche große Malereien benötigen Tage bis zur Fertigstellung.



Der praktische Nutzen liegt darin, daß der Straßenstaub für lange Zeit gebunden wird.
Wenn anstelle von Quarzsand, Reispulver verwendet wird, freuen sich auch Kleintiere wie Vögel, Ameisen etc. an solch einem "Festmahl".


Zum Anlass der "Laxmi- Pooja", einem Festtag zu Ehren der Glücksgöttin, werden die Eingänge der Häuser besonders schön dekoriert.
Das Gefühl, wenn man durch so eine, mit farbenfrohen Mustern dekorierte Straße geht, vermittelt Frische und Lebensfreude. Der Tag in Indien beginnt voller Freude.

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Sehr beliebte Motive für rangavalli sind die Füße Vishnus, oder auch der Wasserbehälter mit Kokosnuss, einem Fruchtbarkeitssymbol, auch das Swastikas, oder Omzeichen



Vor diesem Geschäft wurde die Göttin Laxmi dargestellt





Kolam wirkt einladend auf die Glücksgöttin Mahalaxmi




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